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Eine eingestürtzte Höhle, eine intakte Höhle. Wem nun die Abenteuerlust packt, sollte sich vielleicht einmal die Bielsteinhöhle in der Bielsteinschlucht anschauen. Oder nur die Schlucht, denn die ist schon eine Augenweide.



Anfahrt:  Der Ausgangsparkplatz liegt zwischen Schlangen/Bad Lippspringe und Horn/Feldrom. Am besten mit Navi zu erreichen.






Parkplatz:  Es gibt einen kostenlosen und offiziellen Parkplatz (mit Wanderkarte), der allerdings sehr schmal ist.













Länge:  ca. 11km


Höhendifferenz:  182 Meter (252 bis 434 Meter)


Gesamtanstieg/Abstieg:  271 Meter


Dauer:  ca. 3-4 Stunden


Wegbeschaffenheit:  Der Weg ist sehr anspruchsvoll. So geht man häufig auf relativ dicken Steinen, die Schlucht selber ist sich selbst überlassen und so muß man durchaus mal über Baumstämme klettern oder schmalen Pfaden entlang gehen. Der Rest der Wanderung verläuft auf guten Wanderwegen.


Rastmöglichkeiten: Es gibt nur am „Messerkerl“ eine Möglichkeit sich hinzusetzen. Sonstige Brauchbare Bänke habe ich nicht gesehen.



Rollstuhlgeeignet:  Auf keinen Fall.


Hunde:   Der größte Teil des Weges ist relativ Schattig. Obwohl einige Bäche auf der Karte verzeichnet sind, habe ich keine gefunden. Dementsprechend sollte ausreichend Wasser mitgeführt werden.


Übersichtskarte:  Bielsteinschlucht Übersicht

GPS-Track:  Bielsteinschlucht GPX




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Die relativ anspruchsvolle Strecke führt zu einer sehr Naturbelassenen Schlucht, die für kleine Forscher und Fotografen ein gutes Ziel sind. Jedoch sollte man sich nicht vor Steigungen und unwegsamen Gelände scheuen, den davon gibt es am Anfang genug.  Ebenfalls zu schaffen macht der Grobschotterige Weg und die vielen Brennessel, die direkt am Weg stehen und man oft sehr nah daran vorbei muss.



Der „Wanderparkplatz“ ist eigentlich nur ein wenig zusammengeschobener Schotter, an dem man sein Auto längst stellen kann. Von hier aus geht es über die Straße und den kleinen Weg hinab.

Dieser Weg ist später auch der Rückweg, wer die Steigung hier nicht wieder herauf möchte, kann später auch einen anderen (besser befestigt) Weg zurück gehen. Ich weiß zu gegebener Zeit darauf hin.

Wir folgen dem Wegverlauf, an einer Gabelung halten wir uns rechts, ein Stück weiter biegen wir wieder rechts ab und kommen dann unten auf einen Schotterweg, den wir links hinauf gehen. Dieser ist sehr sehr grob und vielleicht schwer zu gehen. Ich hatte Zeitweise das Gefühl durch ein Bach-Bett zu laufen, was allerdings auch an den vielen Regenfällen in den vergangenen Wochen liegen kann, die die Wege ausgewaschen haben. Den Bach „Steinbeke“ habe ich hingegen nicht finden können, obwohl es wie gesagt viel geregnet hat. In dieser Gegend verlaufen Bäche aber auch gerne mal plötzlich unterirdisch, da sich viele Höhlen unter dem Gestein befinden.

Nach einer Weile kommen wir an eine Kreuzung. Hier gibt es nun verschiedene Möglichkeiten. Vor uns liegt das Bielstein-Gebiet. Hier befindet sich die Schlucht und zwei Höhlen. Bei meiner ersten Anreise bin ich geradeaus den kleinen Pfad hinauf gegangen. Dann zur Höhle „Lukenloch“. Diese Höhle ist allerdings nur ein Loch im Boden, das zudem noch abgesperrt ist. Zwar kann man es sehen, aber halt nicht hinein. Man sollte es auch nicht versuchen, denn zum einen sind die Fledermäuse in dieser Höhle nicht zu stören  und zum anderen erscheint es mir doch recht gefährlich.

Der Weg dahin kann man sich eigentlich wirklich sparen, es sei  denn, man möchte seine Neugier befriedigen. Dann könnte man zur Höhle gehen, anschließend wieder hinab und nicht den Weg den man gekommen ist, sondern rechts den normalen Waldweg entlang. Dann kommt man irgendwann beim Eingang der Bielsteinschlucht an.

Wenn man das „Lukenloch“ allerdings nicht unbedingt haben möchte und sich den Anstieg sparen will (Ja, sie liegt recht weit oben), dann geht man an der besagten Kreuzung nach links und bis zu dem Punkt, bis ein kleiner Trampelpfad rechts den Berg hinauf führt. Man kann an der Kreuzung allerdings auch geradeaus und dann von dort in die Schlucht und so einmal hinein und zurück gehen – oder hindurch. Der Abenteuerlust sind keine Grenzen gesetzt.

Die Bielsteinschlucht ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. Es handelt sich dabei um eine Einsturzdoline. Also Grob gesagt um eine Höhle die irgendwann eingestürzt ist. Der Bereich der Höhle wird nicht gepflegt und somit ist der Weg nicht Barrierefrei. Überall liegen Baumstämme und Unwegsam ist es sowieso. In der Mitte der Schlucht befindet sich die Bielsteinhöhle. Diese ist frei zugänglich und darf nur in der Zeit vom September bis Mai NICHT betreten werden um die Fledermäuse nicht zu stören, die dort überwintern.

Wer die Höhle betreten will, sollte darauf vorbereitet sein und entsprechend gekleidet sein. Wer meint mit Jeans und Taschenlampe eine Höhle zu besichtigen, sollte noch mal seinen Verstand überdenken. Für meine Körpergröße war das sowieso nichts und da ich alleine unterwegs bin muss ich dieses Risiko nicht wirklich eingehen.

Fotografen werden hier aber so richtig auf ihre Kosten kommen. Ein Stativ und ggf. ein Blitz ist ratsam, da es verhältnismäßig düster in der Schlucht ist.

Wenn man sich satt gesehen hat und den Bereich wieder verlassen hat, sollte man die Kreuzung von zuvor ansteuern.

Wer schon die Schnauze voll hat (weil er sich z.B. beim betreten der Höhle die Jeans aufgerissen hat und aussieht wie Sau), kann im Prinzip hier wieder zurück gehen.

Wer aber noch gut zu Fuß ist, kann einen etwas längeren Rückweg in Erwägung ziehen. In diesem Fall geht es an der Kreuzung links weiter (bzw. den rechten Weg, wenn man von der Erstankunft  aus  schaut).

An einer Weggabelung geht es dann links in den Waldweg hinein. Wir folgen dem „natürlichen Wegverlauf“ des Waldweges weiter und es geht wieder stetig hinauf. Nach einer scharfen Rechtskurve haben wir bald die Spitze des Berges erreicht und es geht erstmal nicht mehr Bergauf (erst am Ende wieder). Von hier aus kann man sehr schön und zügig wandern. Beeindruckend Hohe Bäume zieren das Bild.

An einer Kreuzung  geht es nach rechts und bald kommen wir an eine große Kreuzung mit dem Denkmal „Messerkerl“.  Hier ist übrigens die einzige Rastmöglichkeit. Zwar sind die Bänke schon arg verwittert, aber ein paar Baumstämme sind sehr bequem und liegen zudem im Sonnigen Bereich und sind daher trocken gewesen. Die Rast sollte man genießen.

Nach der Rast geht es vom Ursprungsweg aus gesehen nach rechts in den „Römergrund“. Wer möchte kann auch ein paar Meter in den „Alter Stadtweg“ gehen, da sich dort eine weitere kleine Doline befindet.

Den Römergrund kann man nun folgen, oder nach einigen Metern rechts in den „Zukunftsweg“ gehen. Dieser ist etwas kürzer. Auf der Karte hatte ich eine Abkürzmöglichkeit über den Zukunftsweg durch den Wald an ein paar Hügelgräbern vorbei gesehen. Dieser hat sich allerdings als falsch herausgestellt. Es gibt dort keinen sichtbaren Weg, sondern nur Brennesseln, die ich nicht durchlaufen wollte.

Also bin ich den Zukunftsweg immer weiter gegangen. Der Römergrund verläuft relativ Parallel, dürfte allerdings auch tiefer liegen, da ich an der Stelle wo der Weg sein musste einen Abgrund gesehen habe. Von der Karte her dürfte der Römerweg aber optisch interessanter sein, da er vermutlich noch an einigen Dolinen oder Steinbrüchen vorbei führt.  Am Ende des Römergrundes geht es nach rechts

Der Zukunftsweg endet dann irgendwann  im „Düstergrund“, wo es links hinab geht und dann wieder mit der anderen Wegmöglichkeit zusammentrifft. Hier geht es dann nach links.

Nun geht es sanft Berauf ein ganzes Stück lang bis es wieder zu einer Kreuzung kommt und wir dort leicht Links an der Schranke entlang gehen.

Einige Hundert Meter weiter komen wir wieder an eine Kreuzung, wo sich „Noaks Pumpe“ befindet. Eine Pumpe, mit die der um 1880 ansässige Förster sein Wasser förderte. Wer sein Haus sehen möchte (oder was von der Ruine übrig bliebt – wenn überhaupt), kann rechts den Weg hinauf gehen.

Da die Forsthütte bereits 1880 eingestürzt ist, gehe ich davon aus, dass man dort aber auch gar nichts sieht, also habe ich mir den Aufstieg gespart.

An der Noaks-Kreuzung geht es leicht links, bzw. geradeaus den Weg weiter.  

Wie ich gerade auf der Karte sehe, befindet sich hier in der Nähe ebenfalls ein Parkplatz, der vermutlich noch besser gelegen ist, da er nicht so hoch liegt, wie der von mir gewählte.  Sicherlich meine erste Wahl, wenn ich hier das nächste Mal wandere.

Doch wir sind jetzt erstmal auf dem Weg an der Wiese entlang und es geht eine ganze Weile stetig Bergauf. Nach einer Weile geht ein Weg in einer Kehrtwendung vom Hauptweg ab. Wer möchte, kann diesen schon hinauf gehen. Man kommt dann an die Straße und muss ein Stück weit nach rechts die Straße hinaufgehen um zum Parkplatz zu kommen. Die Hauptstrasse ist aber nicht so befahren, als dass es irgendwie bedenklich wäre. Während meiner Wanderung kam gerade mal ein Auto. Wer dies nicht möchte, kann freilich den selben Weg hinauf gehen, den er gekommen ist.

Wie man sich auch entscheidet, ist man wieder am Parkplatz und kann eine weitere Wanderung abhaken.