Home

In der Nähe von Lübbecke gibt es ein sehr großes Torfmoor. Dort gibt es vier beschilderte Wanderwege von denen ich hier die längste Strecke beschreiben möchte.


Anfahrt:  Von Lübbecke Richtung  Minden aus auf die B65 (oder von Minden Richtung Lübbecke). Dort geht an einer Ampel die Frotheimer Strasse ab (Achtung, die verläuft nicht geradeaus, sondern ist die, die scharf rechts abgeht). Das Moor ist ausgeschildert.


Parkplatz:  Rund um das Moor sind viele Kostenlose Parkplätze an verschiedenen Punkten. Wo man sein Auto abstellt, kann man selber entscheiden. Ich habe mich für den Nordwestlichsten entschieden („Am Moordamm“). Es geht aber jeder an der westlichen bis südlichen Seite für diese Strecke.


Länge:  Etwa 7 km


Höhendifferenz:  5 Meter (Höhe von 47 Meter bis 52 Meter)


Gesamtanstieg:  17 Meter


Gesamtabstieg:  18 Meter


Dauer:  Ich habe für die große Runde etwa 3 Stunden gebraucht. Ich war allerdings relativ zügig unterwegs. Ich würde empfehlen sich 4 Stunden Zeit zu nehmen oder den kürzeren Erlebnispfad benutzen.


Wegbeschaffenheit:  Weicher Torfboden, Sandweg, Bretterpfade/Brücken, Pfade, geteerte Strassen (kein Zivilverkehr), Schotterboden.  


Rollstuhlgeeignet:  Der Weg ist überwiegend sehr weich (Torfboden) und teilweise über Balken und Brücken. Anderweitig ist er aber auch geteert. Es ist schwer zu entscheiden, in wie weit dieser Rollstuhlgeeignet ist. Einige engere Passagen könnten problematisch werden.



Hunde: Obwohl sich überall Teiche, Seen und Bäche befinden, gehen Hunde hierbei leer aus. Abgesehen davon, das es sich um Moorwasser handelt und das trinken gefährlich ist, liegen die Gewässer auch alle zu tief. Außerdem geht man sehr viel unter der prallen Sonne. Ich empfehle daher dringenst Wasser für die Tiere mitzuführen!


Übersichtskarte:  Großes Torfmoor

GPS-Track:  Großes Torfmoor - Große Strecke




Eines der Sachen, die man unbedingt einmal gemacht haben sollte ist eine Moorwanderung. In OWL bietet sich da in der Nähe von Lübbecke eine ausgezeichnete Möglichkeit dazu, denn dort gibt es das „Große Torfmoor“ oder auch „Nettelstedter Moor“ oder „Hiller Moor“, das mir einer Gesamtgröße von 467 Hektar das größte Moor in Westfalen ist.

Parken kann man prinzipiell überall am Moor. Es gibt viele kostenlose Parkplätze. Ich habe mich für den im Nordwesten entschieden. Von hier aus geht es dann auch gleich los den langen geraden Weg entlang, vorbei an einen See.


Nach dem Wald ist man dann auch schon im schönsten Heidegebiet und dem aufmerksamen Beobachter werden einige Feuchtpflanzen verraten, das sich unter dem Gras nicht unbedingt auch fester Boden befinden muß.


Das gehen ist hier etwas seltsam. Man geht offensichtlich auf Torfboden, der sehr weich ist und bei jedem Schritt etwas nachlässt (zumindestens bei meinem Kampfgewicht). Ist aber nicht gefährlich (zumindestens nicht bei mir, wie es nach starkem Regen aussieht, kann ich natürlich nicht sagen).

Nach einer Weile kommt man dann auch an den ersten Holzpfad, den es hier im Moor immer wieder mal gibt.


Es geht in einen kleinen Wald und danach kommt man dann bei einem  Moorloch heraus, das man mit einem Holzpfad überquert. Keine Angst, hier gibt es ein Geländer.


Der Weg ist übrigens komplett ausgeschildert, man muß lediglich auf Braune Pfähle achten, auf denen - für diese Strecke - Rote Pfeile stehen. Jeder Rundweg (es gibt vier im und am Moor), hat seine eigene Farbe.


Von weiten sieht man schon einen Aussichtsturm, der nun auch langsam näher kommt - bzw. Wir ihm.

Hier sollte man auf jeden Fall einmal aufsteigen und die angrenzende Moorlandschaft und die Vögel beobachten. Ein gutes Fernglas oder ähnliches ist hier unbedingt Pflicht.

Der Turm ist im oberen Bereich leider sehr eng. Ich würde mal sagen, bei 5 oder 6 Leuten ist hier oben Schluss.


Nun geht es unseren Weg weiter und man kann ruhig die Info-Tafeln am Wegesrand beachten, die für den „Erlebnispfad“ angelegt wurden.


Der Weg führt nun kerzengerade durch das Moor. An den kleinen Moorteichen sollte man sich ruhig mal etwas ruhiger heranschleichen, denn oft sind hier Tiere zu beobachten, die schnell das Weite suchen, wenn man sich zu schnell nähert.


Man kommt dann zu einer Hütte, an der man mit (vorzugsweise) nacktem Fuß durch das Moor laufen kann. Entlang an einem Geländer ist hier ein befeuchtetes Gebiet angelegt um dieses einmal erlebt zu haben. Betreten auf eigene Gefahr.

Nebenan ist noch eine Wasserpumpe, mit der man sich die Füsse abwaschen kann.


Nun trennen wir uns wieder vom Erlebnispfad, der links weiter führt, denn wir gehen rechts in einen kleinen Pfad. Dieser führt zu einer geteerten Strasse, die wir nach rechts folgen. Die Strasse dürfte kaum befahren werden, wenn höchstens mal von Landwirten und ähnlichen Arbeitern.

Die nächsten Kilometer ziehen sich etwas, denn es gibt hier vom Moor nicht mehr viel zu sehen. Wiesen und Bäume und das Wiehengebirge im Hintergrund.


Man kommt auch noch mal an einen Aussichtsturm vorbei, den ich jetzt allerdings nicht aufgestiegen bin, weil ich nicht fand, das es dort irgendetwas sehenswertes zu sehen gegeben hätte.

Nach einer Weile geht der Weg wieder runter von der geteerten Strasse und es wird wieder etwas uriger.

Durch Wald und Gestrüpp vorbei an mehr oder weniger schönen Waldbereichen.

Es kommt noch ein dritter Aussichtsturm, der aber meines Erachtens ebenfalls keine besondere Aussicht bietet - eine Wiese halt - weswegen ich auch diesen ausgelassen habe.

Nach einem knappen Kilometer hat man es dann auch geschafft.

Alles in allem fand ich die Strecke zu lang. Zum „langen gehen auf entspannter Strecke“ sicher gut, wenn man aber etwas vom Moor sehen will, hat man hier halt viel „drumherum“ statt „mittendrin“. Von daher werde ich sicher auch noch den „Erlebnispfad“ ausprobieren, der sicher der interessantere Weg ist.


Auf Facebook posten
Auf Twitter posten
Auf Google Lesezeichen posten
Per E-Mail senden