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Hoch über der Porta Westfalica wacht das Kaiser Wilhelm Denkmal. Und dies ist nicht das einzige, das es hier oben zu sehen gibt, doch bleibt es „schnellen Besuchern“ eher verborgen, wenn man die wenigen Leute auf dem Weg bedenkt.


Anfahrt:  Die Anfahrt ist recht einfach von Minden oder Bad Oeynhausen auf die Portastrasse. Dort im Bereich der Freilichtbühne auf die Beschilderung achten. Die Strasse führt dann den Berg hinauf, hat einige recht enge Kurven (Vorsicht bei Glätte) und endet direkt am Parkplatz.


Parkplatz:  Es gibt sehr viele - überraschenderweise kostenlose - Parkplätze oben am Denkmal. Wer etwas mehr Kraft investieren möchte, kann auch weiter unten oder ganz in Porta parken.


Dauer:  Da es viel zu sehen gibt, sollte man ruhig an die 3 Stunden einrechnen.


Rollstuhlgeeignet:  Zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist der Weg komplett geteert und ist daher für Rollstuhlfahrer geeignet. Auch zum Denkmal hoch wurde ein Rollstuhlgerechter Weg geschaffen. Der weitere Wanderweg ist aber nicht für Rollstühle geeignet.


Übersichtskarte:  Kaiser Wilhelm Denkmal

GPS-Track:  Kaiser Wilhelm Denkmal Tour





Wer im näheren Einzugsgebiet des Kaiser Wilhelm Denkmals wohnt, wird sich daran sicher nur in Form eines Schulausfluges und anschließenden Aufsatzes.

Das ist für viele auch oft so ein Grund dieses Denkmal nie wieder aufzusuchen. Aber das sollte sich der Unternehmensbegeisterte Wandersmann ruhig noch einmal überlegen, denn am Kaiser Wilhelm gibt es noch bedeutend mehr als nur das Denkmal.


Wer Faul ist, wird oben beim Denkmal-Parkplatz parken.

Parken Sie ruhig dort. Ich parke dort auch immer. Ich bin sehr Faul..

Wer hungrig ist, kann auch im anliegenden Gastronomischen Bereich etwas essen. Ich denke, das ist dann eher was für den Rückweg.


Also einfach mal den Weg hinauf gefolgt und schon nach einigen Schritten springt förmlich der Kaiser Wilhelm samt Denkmal aus dem Gebüsch.


Man kann nun schon rechts zum Denkmal hoch, oder die Aussicht unten genießen. Allerdings endet die Tour auch im unteren Bereich. Hier gibt es auch eine Andenken-Münzpresse mit zwei verschiedenen Motiven. Dafür habe ich immer einen Euro in der Tasche, denn es ist eine schöne Sammelleidenschaft und man hilft beim Unterhalt des Denkmals.


Nachdem man sich am Denkmal und der Umgebung satt gesehen hat, geht es weiter über den Kamm. Dazu kehren wir im wahrsten Sinne des Wortes dem Kaiser Wilhlem und der schönen Aussicht den Rücken zu und besteigen den vor uns liegenden Berg.

Oben angekommen kann man dann auch schon durchatmen, denn ab jetzt bleiben wir von größeren Steigungen verschont.


Der Weg, das ist übrigens der Wittekindsweg, zieht sich eine Weile über den Berg und wir ziehen mit.

Eine Weile später kommen wir dann an einen Aussichtsturm. Rund und schön und immer offen. Gebaut wurde der Moltketurm schon 1829 und wurde 1906 zu Ehren von Generalfeldmarschal Graf von Moltke ebenso benannt.

Wer in den Turm schaut, wird eine enge Wendeltreppe entdecken, die in die Dunkelheit führt. Definitiv kein Vertrauenswürdiger Anblick und es geht knapp 14 Meter in die Höhe. Wer den Aufstieg wagt, sollte sich vergewissern, das niemand herunter will, denn mehr als eine Person gehen die Wendeltreppe nur schwerlich entgegen.

Die Aussicht oben ist aber durchaus schön, wobei die Bäume im Laufe der Jahrhunderte vermutlich doch an Höhe gewonnen haben.

Wer sich genug Wind um die Nase hat wehen lassen, kann - sofern niemand hinauf geht - den Abstieg wagen.


Der Weg wird in gewohnter Richtung begangen und es geht irgendwann ein Stück hinunter und man trifft auf einen weiteren Weg. Hier können durchaus Fahrzeuge kommen, die zur Naheliegenden Wittekindsburg wollen.

Wer nach links blickt wird ein „Lebensgefahr“ Schild und einen Pfad entdecken.

Ja.. Das ist unser Rückweg.. Dazu später mehr.


Es geht die Strasse weiter und schon sieht man die sehr schöne Wittekindsburg.

Auch hier kann man die Aussicht genießen. Sofern die Wittekindsburg geöffnet ist, sollte man hier ebenfalls eine Erfrischung oder Stärkung genießen.


Zurück auf unserem Weg geht es hinter der Wittekindsburg noch ein Stück weiter und man sieht schon leicht links die „Margarthen Klus“ - eine romanische Kapelle aus dem 13. Jahrhundert. Von der Kapelle geht es anschließend nach rechts. Man erkennt oben ein verglastes Gebäude und dieses ist unser Ziel. Also locker dem Pfad hinaufgestiegen.

In dem Glashaus befinden sich die Überreste einer sogenannten Kreuzkirche, von denen in Europa nur vier vergleichbare Bauwerke gibt.

In der Kirche fand man fünf Gräber und noch verstreute Knochen, die auf in weiteres zerstörtes Grab hinweisen.

Über die Namen oder Herkunft der verstorbenen ist bisher noch nichts bekannt.


Nachdem man diese Stätte genug gewürdigt hat, geht es langsam wieder zurück. Welchen Weg man dabei nimmt ist im Grunde genommen egal, es gibt insgesamt drei Möglichkeiten.

Ab geht es zur vorhin erwähnte Abzweigung mit dem Lebensgefährlichen Schild. Dieses warnt uns vor dem vor uns liegenden Weg und vor allen Dingen vor möglichen Ästen, die plötzlich von den Bäumen brechen können.

Ich muß zugeben, der Weg ist nicht ganz ohne, da er mit unter keinen halben Meter breit ist und direkt am Abgrund vorbei geht. Bei Nässe/Glätte kann man hier durchaus in die ein oder andere gefährliche Lage kommen. Allerdings muß ich auch ganz nüchtern mitteilen, das uns bei unserem letzten Besuch noch einige Radfahrer entgegen gekommen sind!

(Wobei ich natürlich nicht sagen, ob sie auch am Ende des Weges wieder herausgekommen sind).


Wir folgen den Weg und werden schnell feststellen, das er ziemlich toll ist, weil er sich so urig an dem Berghang entlang schlengelt - so wie wir.

An einer Stelle kommt eine Felswand, an der oben eine Gedenktafel ist. Die ist so ca. 4 Meter hoch angebracht. Vermutlich zu einer Zeit, wo man dachte, das die Menschheit in Zukunft noch weiter wächst.

Damit man hier keine unnötige Klettertour veranstalten muß, hier die Aufschrift:

Leonhardi’s Ruh - Dem hochherzigen Förderer unserer Bestrebungen Herrn Rudolf Leonhardi in Minden, Gewählt vom Bergverein Minden 1912


Interessanter ist etwas weiter links ein Steinbild, das vermutlich aus dem 12. Oder 13. Jahrhundert stamm. Was es damit auf sich hat ist nicht bekannt. Wie ich an dieser Stelle oft vermute, vermutlich hat dies mal ein verliebter Junge für seine Freundin gemacht..


Einige Meter weiter kommt man an eine Höhle, die eigentlich eine Zufluchtstelle für Fledermäuse sein sollte, aber die Menschlichen Spuren am Boden der Höhle zeigen, das sich hier wohl keine Fledermäuse befinden dürften.

Nun sind es nur noch wenige Schritte und man kommt am Fusse des Kaiser Wilhelmdenkmals heraus. Man kann noch mal die Aussicht oder eine Parkbank genießen, bevor es wieder zurück zum Auto geht.


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