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Wenn man einen Wasserfall fotografieren möchte, fährt der Ostwestfale in der Regel in die Umliegenden Bundesländer. Doch das ist gar nicht nötig, denn OWL hat auch ein paar Wasserfälle. Damit man diese auch alle an einem Tag schafft, war die Natur so freundlich und hat sie dicht aneinandergereiht.



Anfahrt: Der Patensteig ist nicht so einfach zu finden. Es empfielt sich die Anfahrt mit einem Navigationsgerät.  







Parkplatz:  Direkt beim Patensteig gibt es ein paar angelegte Parkplätze. Allerdings ist dort teilweise recht enormer Andrang, weswegen die Parkplätze recht schnell weg sein können. Wenn man die Strasse etwas weiter herauffährt, befindet sich auf der rechten Seite eine Auffahrt mit einer Schotterstelle. Hier kann man sicherlich ebenfals parken.


Länge:  6,27 km


Höhendifferenz:  63 Meter (Höhe von 142 Meter bis 205 Meter)


Gesamtanstieg:  110 Meter


Gesamtabstieg:  110 Meter


Dauer:  Da die Strecke recht lang ist und vor allen Dingen sehr schön, sollte man schon 3-4 Stunden einplanen. Fotografen werden sicherlich noch länger brauchen.


Wegbeschaffenheit:  Der Weg ist äußerst Abwechslungsreich. Es gibt kleine Trampelwege, Feldwege und auch Strasse (Wirtschaftsweg).


Rollstuhlgeeignet:  Zwar ist der Weg auf dem Berge geteert und dort durchaus für Rollstuhlfahrer geeignet, die Wege an den Bachläufen sind aber definitiv zu klein. Die Strecke auf dem Berg ist allerdings auch sehr schön.


Hunde:  Da man hier an mehreren Bachläufen vorbei geht, sollten Hunde ausreichend mit Wasser versorgt sein. Bei langer Trockenheit führen die Bachläufe allerdings wenig bis überhaupt kein Wasser!


Übersichtskarte:  Patensteig


GPS-Track:  Patensteig, Extertal






Um den Patensteig wirklich genießen zu können ist es wichtig zu wissen, das die Bachläufe relativ klein sind und dementsprechend in den Sommermonaten, bzw. Nach langer Trockenheit durchaus ausgetrocknet sein können. Dann ist natürlich nichts mit Wasserfällen. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten. So ist die beste Zeit im Frühjahr oder gar im Winter. Dies nur vorweg.


Der Patensteig ist ein sehr schön angelegter Rundweg, der in Form einer „8“ gegangen werden soll und auch wirklich sollte, da man auf diese Weise immer dem Bachlauf „hinauf“ geht und so die vielen kleinen „Wasserstürze“ und natürlich auch die großen im Auge hat. Also hier auf jeden Fall die Vorgeschrieben Richtung einhalten.

Vom offiziellen kleinen Parkplatz geht es also rechts herum. Hier ist auch schon eine kleine „Steinstube“, an der man einkehren könnte. Wir folgen aber den Bachlauf und nach einer Weile kommen wir zu einer Quelle. Info-Tafeln informieren uns darüber, was hier zu sehen ist. Ein Stück weiter ist eine weitere Info-Tafel über ein Kriegsereignis, das dort stattgefunden hat.

Von hier aus ist auch - mit etwas Glück - der erste „große“ Wasserfall zu sehen. Wie gesagt, so riesig sind sie nicht. Sie haben eine Fallhöhle von etwa 2 Metern. Doch für unsere Gegend ist das schon enorm. Oberhalb des Wasserfalls wird dieser hier auch überquert. Wer mit Sandalen gekommen ist, könnte hierbei nasse Füsse bekommen.

Auf der anderen Seite geht es dann gleich nach Rechts (links ist eine Sackgasse, aber fragen Sie nicht, woher ich das weiß). Kurz danach gibt es zwei Wege. Der eine führt hinauf, wo die „Muse-Stelle“ für einen Dichter ist. Wer zu faul ist, den Berg zu erklimmen und auf der anderen Seite wieder herunterzugehen, kann den Hügel auch umgehen. Man kommt wieder an die Hauptstrasse, die zu überqueren ist. Der Weg führt auf der anderen Seite leicht rechts weiter.

Nach dem „Strassenschock“ geht es dann wieder über einen romantischen Trampelpfad am Bach entlang. Und nun wird es spannend, denn ein Stacheldrahtzaun einer Kuhweide versperrt den Weg. Ein Stabiles Holzgerüst soll uns hier als Leiter und Überstieg dienen.

Das ist nicht jedermanns Sache, aber eine „offizielle“ Ausweichmöglichkeit gibt es leider nicht. Wenn man dies geschafft hat, denkt man sich „Wenn ich jetzt auf eine Kuh-Weide geklettert bin.. Muß ich dann nicht auch wieder davon runter?“.

Und richtig, nach wenigen Schritten kommt die nächste „Leiter“ (siehe auch Bildleiste oben).

Dieser Teil des Weges ist für einige „unsportliche“ Menschen sicherlich ein großes Hindernis und ich finde es schade, das man die Strecke hier nicht irgendwie auf der anderen Bachseite weitergeführt hat. Für Kinder ist es aber sicherlich ein Riesenspaß.

Etwas weiter kommt man an eine mögliche Kultstätte. Hier sieht man auch einen interessanten Stein, dessen Geschichte wieder an einer Infotafel erläutert wird.

Der Weg führt wieder über den Bach und hinauf zur Strasse, die wieder überquert werden muß.

Hier wäre auch der Ausweich-Parkplatz. Der Weg führt hinauf und ist geteert. Autos können hier entgegen kommen, da sich dort Wohnhäuser befinden.

Man geht dann auf einen Bauernhof zu, den man dann umgeht und man kommt auf den „Berg“ wo mehrere Windräder im Wind surren. Von hier oben hat man auch eine fantastische Aussicht in alle Richtungen.

Irgendwann kommt dann auf der linken Seite eine Abzweigung auf einen Feldweg, den wir dann auch gleich einschlagen. Wir folgen den Feldweg dann links und wieder Rechts, bis wir an einen Wald kommen und hinter dem Wald kommt man wieder an eine Strasse, der wir nach rechts folgen. Das folgende Stück ist später auch unser Rückweg.

Hier ist es wichtig der Strasse nach links zu folgen und nicht rechts Richtung Windrad zu gehen (da kommen wir gleich wieder raus).

Hinter dem Wald gibt es noch mal eine schöne Aussicht und dann geht es leicht rechts über eine alte schöne Steinbrücke. Der Weg ist je nach Wildwuchs schon mal schlecht zu sehen. Einfach auf die „Patensteig“-Schilder achten, die überall gut sichtbar angebracht sind.

Von der Steinbrücke hat man einen Wunderbaren Blick auf den nächsten sehr schönen Wasserfall.

Hinter der Brücke geht es rechts wieder auf einen Trampelpfad, der uns auch ganz offiziell bis runter an den Wasserfall bringt. Von hier aus hat man auch einen schönen Blick auf die Steinbrücke.

Der Weg folgt weiter den Bachlauf. Da der Weg recht schmal ist und mit Steinstufen angelegt ist, sollte man einen sicheren Tritt und passendes Schuhwerk dabei haben.

Nach einer Weile kommt man an den nächsten Wasserfall, der ebenfalls ganz toll ist. Fotografen sei gesagt, das sie unbedingt ein Stativ mitbringen sollten. Die Wasserfälle liegen (je nach Jahreszeit) unter dichtem Blätterwerk und sind recht Schattig. Lange Belichtungszeiten sind Pflicht. Dies nur nebenbei.


Wenn man hier fertig ist, geht es den Pfad weiter, der ganz toll durch den Wald führt. Man sollte es sich auch nicht nehmen lassen, sich hin und wieder auch mal umzudrehen, da es immer wieder interessante Flecken gibt, die man in „Gehrichtung“ gar nicht sieht.

Dazu gehört auch der „Nasenstein“, den man schnell mal übersehen kann, obwohl auch ein Schild auf ihn zeigt. Wer ihn verpasst, findet auch in der Bildleiste oben ein Foto von ihm.

Danach trennt sich der Weg wieder. Entweder hinaus aus dem Wald oder noch ein Stück weiter auf den „Patensteig Extrem“. Das Extreme hierbei ist der Abstieg, der sehr steil ist. Wenn man unten ist, steht man in einem beeindruckenden „Waldloch“, doch muß man wenige Schritte weiter auch schon wieder aus dem Loch hinausklettern. Ob sich das wirklich lohnt muß jeder selbst entscheiden.

Oben geht es an einem weiteren Bauernhof vorbei. Ein Schild warnt vor einem freilaufenden Wachhund und bittet Wanderer darum die eigenen Hunde an die Leine zu nehmen. Ein Tip von mir hierbei ist auch den Bodenbereich im Auge zu behalten, um nicht versehentlich etwas unangenehmes mit sich herumtragen zu müssen.

Hinter dem Bauernhof geht es rechts am Feld entlang. Von dieser Stelle (wie auch schon vorher) hat man bei entsprechendem Wetter auch eine Schöne Aussicht auf das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica und dem Fernsehturm (siehe Fußgrafik auf dieser Seite).

Man kommt später an einem Windrad vorbei und wir halten uns links bis wir wieder auf die Strasse kommen. Hier geht es dann wieder links und dann geradeaus. Etwas später macht die Strasse einen Knick nach rechts und dann geht man auf einen Wald zu, der links einen kleinen Pfad bietet. Vorher kann man Rechts noch eine Infotafel durchlesen, da in diesem Wald einmal ein Bauernhaus gestanden hat.

Durch dieses Bauernhaus führt quasi der Pfad und man kommt dann erneut an einen Wasserfall. Dieser hatte bei mir allerdings noch nie (viel) Wasser geführt.

Dann geht es steil bergab und unten wird der Bach - wenn er denn da ist - überquert und es geht wieder hinauf.

Oben ist ein Schmaler Pfad und rechts ein Abhang zur Strasse. Sieht mir relativ gefährlich aus, wo ich mir vorstellen könnte, das er bei Schnee durchaus noch etwas gefährlicher sein könnte.

Etwas später geht es wieder hinunter und man ist auch schon wieder beim Parkplatz. Damit endet diese wirklich sehr schöne Tour und man kann sich glücklich zählen, diese außergewöhnliche Runde gemacht zu haben.

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