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Wer sich nicht scheut auch mal eine Anspruchsvollere Steigung in Kauf zu nehmen, sollte unbedingt mal auf den Tönsberg in Oerlinghausen steigen. Hier oben wird einem eine fantastische Aussicht geboten und für Geschichtsfreunde ist auch noch das ein oder andere zu Entdecken.


Anfahrt:  Grobe Richtung erstmal Oerlinghausen und da kommt man in der Regel über die L751 hin. Dort nimmt man dann die Abfahrt Oerlinghausen und von dort in die Innenstadt hinein. Unsere Strasse ist dann eine Doppelabzweigung, von denen unsere schräg rechts der Welschenweg ist. Hier müsste auch das „Naturfreundehaus Bielefeld“ ausgeschildert sein, das in der Nähe liegt. Die Strasse fährt man bis zum Wald durch und auf der rechten Seite sieht man dann auch schon den großen Parkplatz.


Parkplatz:  Die Parkplätze sind zahlreich und kostenlos in einem Wald vorhanden.


Länge:  ca. 8,5 km


Höhendifferenz:  91 Meter (Höhe von 242 Meter bis 333 Meter)


Gesamtanstieg:  157 Meter


Gesamtabstieg:  157 Meter


Dauer:  Ich habe etwas über 4 Stunden gebraucht. Der Weg ist Anfangs recht steil, wer hier geübter ist, wird sicher schneller sein als ich. Aber ich würde 4 Stunden durchaus einplanen, wenn nicht sogar etwas mehr.


Wegbeschaffenheit:  Der Weg ist überwiegend ein Schotterweg. Einige Passagen bestehen aus Waldpfad oder geteerter Strasse.


Rollstuhlgeeignet:  Nein


Hunde:   Es gibt nur am Anfang und am Ende einen Bachlauf, daher sollte man für den Rest der Strecke ruhig etwas zu trinken mitnehmen.


Übersichtskarte:  Tönsberg, Oerliinghausen

GPS-Track:  Tönsberg, Oerlinghausen




Vom Parkplatz aus geht es erstmal zurück auf die Strasse und dann rechts auf den Schotterweg, dem wir eine Weile folgen.

An einer Stelle war es bei mir so, das es aussah als sei ein Bach explodiert, der sich grosszügig auf den Weg verteilte und für die ersten Nassen Schuhsohlen sorgte.

In dem Zusammenhang möchte ich an dieser Stelle schon festes Schuhwerk empfehlen, nicht wegen dem Wasser, sondern weil die Strecke teilweise doch recht anspruchsvoll ist und man  oft auf Schotter geht.


Dem Wegverlauf wird weiter gefolgt entsprechend der Karte bis man  an eine Mehrfachkreuzung kommt. Hier wird dann auch gleich die anspruchsvollste Stelle der Strecke genommen, denn es geht steil bergauf.

Wenn man übrigens nicht so gut auf Steigungen zu sprechen ist und alle paar Meter stehen bleiben muß, empfehle ich übrigens eine Kamera mitzunehmen, denn damit kann man seine ständigen Pausen besser verbergen, indem man vorgibt Fotos machen zu müssen.


Nach einer Weile und einigen Schweissperlen später, kommt man an eine Kreuzung, die wir rechts hineingehen. Die Steigung lässt nach, das Wandern macht wieder Spass. Und um das ganze zu toppen, erreichen wir ein Kahles Stück des Bergrückens und man kann eine tolle Aussicht auf den Teutoburger Wald geniessen. In der Nähe liegt übrigens auch der Oerlinghauser Segelflugplatz, von dem bei entsprechendem Wetter immer wieder mal Segelflieger und Kleinmotorflugzeuge starten und hier über den Berghängen ihre Kreise ziehen.

Der Weg macht eine Biegung und nachdem man sich an der Aussicht satt gesehen hat, geht es wieder in Waldigeres Gebiet.

Die Strecke zieht sich ganz schön hier und führt dann auch wieder ein wenig in die Zivilisation zurück. Vom Bergrücken bis zur nächsten Abzweigung sind gut 2 Kilometer zurückzulegen. Erst dann geht der Weg schräg hoch nach oben auf den Kamm.

Man kann hier auch weitergehen und ein Stück weiter kann man auch noch mal nach oben gehen.


Bei meinem Weg kommt man wie gesagt irgendwann  auf dem Bergkamm an. Wer jetzt die „Kumsttonne“ - eine ehemalige Windmühle und Wahrzeichen von Oerlinghausen - sehen möchte, muss ein Stück weiter dem Kamm entlang. Danach kann man einen Parallelen Weg zur Strasse nehmen.

Der Weg führt angenehm weiter und man kommt zu einem Ehrenmal für die Gefallenen im ersten Weltkrieg und später noch das Löns-Denkmal.


Nach einer Weile kommen wir dann zu einem Archäologischen Bereich, der ehemaligen Wallburg. Von dieser ist aber ausser einigen Hügeln und Vertiefungen nichts mehr zu sehen. Viele Hinweistafeln in diesem Gebiet weisen einem aber darauf hin, das hier einmal etwas war.

Am Ende des Weges kommen wir dann zur Hünenkapelle. Eine wiederaufgebaute Ruine einer spätmittelalterlichen Kapelle, die hier einmal gestanden haben soll.

Sie hat daher nichts mit der Wallburg zu tun.


Nun geht es wieder bis ans Ende des Tönsberg und wir stehen auf der Wallanlage der Wallburg, der wir nun nach Rechts folgen. Hier können geplagte Wandersleute aufatmen, weil es von hier aus weitgehenst Bergab geht. Dafür aber mit Zunder.

Wir kommen wieder auf den Steilen Anfangsweg. Wer möchte, kann auch hier heruntergehen, aber wer noch ein wenig was erleben will geht geradeaus den Waldpfad entlang. Hier machen sich dann letztendlich auch die teuren Wanderstiefel bezahlt, denn wie gesagt; Es geht bergab.


Man kommt an die „Sachsenquelle“, die vor einigen Jahren renaturiert wurde und nun wieder frei fliessen kann.

Am Fusse der Quelle gibt es ein Wassertretbecken - das allerdings von einer anderen Quelle gespeist wird - wo man seinen Beinen noch mal etwas gutes tun kann. Hunde dürfen hier allerdings nicht rein.


Der Weg führt aber auf dem Wanderweg an der Schützhütte entlang.

Nach etwa 600 Metern gibt es einen kleinen unscheinbaren Waldpfad, der links hinab führt. Dieser Endet auch gleich bei unserem Parkplatz und die Strecke kann als Beendet angesehen werden.


Wenn der Tag noch etwas Zeit übrigen gelassen hat und man noch stehen kann, lohnt sich vielleicht für interessierte ein Besuch im naheliegenden Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen oder dem Segelflugplatz, wo man vom Parkplatz aus, dem Treiben zuschauen kann.

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