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Zu den vermutlich schönsten Orten in OWL gehört eindeutig die Velmerstot bei Horn Bad Meinberg. Wer hier noch nicht gewesen ist, der hat wirklich was verpasst.


Anfahrt:  Je nach Fahrtrichtung von Detmold nach Horn-Bad Meinberg und von dort Richtung Leopoldstal. Vorher geht es rechts in eine kleine Strasse hinein ins Silberbachtal.


Parkplatz:  Es gibt zwei Parkmöglichkeiten. Entweder am Anfang des Waldes; Hier sind einige kostenlose Parkplätze vorhanden, oder ein Stück weiter an der Silbermühle. Diese sind Kostenpflichtig, dafür aber Überwacht. Von der Wegstrecke ist es egal, da der Weg eigentlich an beiden vorbei führt.


Länge:  ca. 9,5 km


Höhendifferenz:  215 Meter


Gesamtanstieg:  250 Meter


Gesamtabstieg:  250 Meter


Dauer:  Je nach Streckenwahl und Geschwindigkeit würde ich schon 5 Stunden einrechnen.


Wegbeschaffenheit:  Der Weg beginnt gut ausgebaut, wird später aber zu einem wahren Klettersteig über Felsen und Wurzeln. An der Lippischen Velmerstot geht man durch enge Heide-Pfade.


Rollstuhlgeeignet: Nur das erste Stück, später wird der Weg zu steil und unwegsam.  


Hunde: Am Anfang geht man zwar am Silberbach entlang, später gibt es aber nur noch Wetterabhängige Bächlein. Da die Strecke auch recht umfangreich ist, sollte Wasser mitgeführt werden.


Übersichtskarte:  Velmerstot

GPS-Track:  Velmerstot




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Um es vorweg zu sagen; Die Velmerstot ist für mich der bisher schönste Ort in OWL. Diese Landschaft ist derart Abwechslungsreich und schön, dass sie schon fast Märchenhaft wirkt.

Doch der Weg ist auch mitunter recht unwegsam und schwer. Aber  wer noch zwei gesunde Beine hat, sollte diesen Weg ruhig einmal gehen.


Der Weg beginnt am Parkplatz. Es gibt einmal den kostenlosen Waldparkplatz, von dem man ein Stück zur Silbermühle geht, oder einen kostenpflichtigen überwachten Parkplatz direkt an der Silbermühle. Vom Weg ist es kaum ein unterschied.

Vom Kostenlosen Parkplatz, geht es schon ein Stück am Silberbach entlang. Schon hier ahnt man, was einem noch schönes erwarten kann.

An der Silbermühle geht es dann vorbei und weiter am Silberbach entlang.

Nach wenigen Metern kommt schon ein erster idyllischer Rastpunkt, obwohl es eigentlich noch viel zu früh ist. Eine Bank am Bach lädt zum hinsetzen und verweilen ein.

Weiter geht es am Silberbach entlang. Es geht hinauf und der Bach scheint sich zu entfernen, doch dann geht es auch schon wieder hinunter, denn der Bach muss nun überquert werden. Der Weg führt mitten durch den Bach.

Wer kein festes Schuhwerk hat, kann auch rechts hinauf gehen, dieser Weg führt später wieder hinab und über eine Brücke.

Da wir aber noch häufig hinauf müssen, kann man sich diesen kleinen Berg auch sparen und durch den nicht sehr tiefen Bach gehen. Bei meinem letzten Besuch hatte man wohl auf der rechten Seite einige größere Steine so gelegt, dass man den Bach auch so überqueren kann.  Mit etwas Geschick kommt man auf jeden Fall trockenen Fußes herüber.

Der Weg führt weiter und einige große Sandsteinfelsen liegen im Flussbett. Nicht das erste beeindruckende Fotomotiv auf dieser Strecke, aber auf jeden Fall eines.

Kurz darauf kommt eine kleine Holzbrücke, über die nun die „Bach-Ausweicher“ zu uns stoßen würden. Wir bleiben aber auf der linken Bachseite und nach einigen Metern wird der Weg äußerst unwegsam.

Ein Geflecht aus Berg, Erde und Wurzeln ist nun unser Aufstieg. Durch die Wurzeln haben sich Treppen gebildet, die uns beim Aufstieg helfen. Oben angekommen gibt es eine Felsschlucht zu bestaunen, wenn man links etwas genauer hinschaut. Rechts herunter rauscht der Silberbach vor sich hin.

Kurz bevor es wieder heruntergeht, kann man links einen Pfad nach oben erkennen. Dieser ist sehr steil, ist aber eine ideale Abkürzung, da wir so oder so, dort oben wieder hinmüssen.

Der schönere Weg geht aber hinab und weiter am Silberbach entlang. Auch hier ist es mehr ein schmaler Pfad, aber eben sehr schön anzusehen.

Irgendwann kommt man dann zu einem Schotterweg und den geht es dann links wieder hinauf. An einer Stelle geht es dann einen Waldweg weiter hinauf in den Wald. Hier würde man auch herauskommen hätte man die zuvor erwähnte Abkürzung genommen. Optisch gesehen würde ich aber immer den unteren Weg empfehlen.

Der Weg hinauf in den Wald ist der anstrengendste auf dieser Tour, da er ziemlich gerade den Berg hinauf führt. Allerdings führt auch am direktesten zum Ziel.

Ist man nun oben angekommen hat man die Qual der Wahl. Links geht es zur Lippischen Velmerstot und rechts die preußische Velmerstot. Anschauen sollte man sich auf jeden Fall beide.


Ich würde vorschlagen, das man zunächst nach links zur Lippischen Velmerstot geht. Man kommt hier in eine Heide, der Weg ist kaum noch auszumachen. Der Weg gabelt sich und es geht rechts zur Velmerstot, eine beeindruckende Felsenformation. Hier kann man nun eine Rast einlegen, wer es etwas „bequemer“ haben möchte, kann auf dem Weg zur preußischen Velmerstot Tische und Bänke vorfinden.

Wenn man sich an der Lippischen Velmerstot satt gesehen hat, geht es den Weg weiter durch die Heide. Wenn man auf die nächste Gabelung kommt, geht man hier am besten links und dann wieder quasi zurück. Rechts käme noch eine sogenannte „Steinmühle“. Das sind viele Kreisförmig angelegte Steine. Dies sieht ganz nett aus, hat aber keine Geschichtliche Bedeutung und wurde vermutlich vor vielen Jahren von irgendwelchen Leuten dort angelegt. Ob sich dieser Umweg lohnt muß jeder selber entscheiden. Es kommt aber später noch eine Gelegenheit dazu.

Ich empfehle daher den Weg zurück durch die Heide, die im Wechsel von zwei Jahren mit Schafen beweidet wird um den Heide-Charakter zu bewahren.

Wir kommen auf unseren Alten Weg, den wir nun weitergehen bis sich der Weg gabelt. Hier geht es nach rechts. Diesen Weg kann man theoretisch weiter gehen. Nach ca. 700 Metern kann man dann links hinauf und dann quasi von hinten an die preußische Velmerstot herangehen. Oder man geht den Weg hier noch weiter bis man nach etwa zwei Kilometern an den Eggeweg kommt. Hier kann man den Eggeweg zurück gehen, was auch eine ganz schöne Strecke ist, da man hier auch stellenweise von oben in die Schluchten schauen kann, sowie an zwei Gedenksteinen vorbei kommt.

Wer diese Umwege aber nicht machen möchte, kann an der vorhin erwähnten Weggabelung rechts gehen und dann kurz darauf links in den Wald hoch den kleinen Pfad. Dort kommt man dann oben am preußischen Velmerstot raus. Ein Blick nach rechts und man sieht das Hermannsdenkmal. Links sind dann die versprochenen Tische und Bänke, an denen man sich wirklich sehr schön hinsetzen kann.

Nicht zu erwähnen brauch ich wohl hoffentlich, das jeglicher Müll, den man schon bis hier oben geschleppt hat, auch durchaus wieder mit nach Hause schleppen kann.

Der Weg führt weiter und man kommt zum  Eggeturm. Ein Aussichtsturm, den man als höchsten Aussichtspunkt auf dieser Tour durchaus besteigen sollte.

Von hier aus geht es nun zurück. Entweder auf demselben Weg, den wir gerade gekommen sind, oder einen der vorher beschriebenen „Ausweichwege“.  Ich habe auch mal versucht den Eggeweg entlang zu gehen und dann quasi auf der linken Seite an den Steinbrüchen entlang zu gehen. Dabei ging es aber an einer Stelle über einen Forstweg. Also nicht wirklich befestigt und damit sehr schlammig und unwegsam. Bei meinem Versuch lang dann auch noch ein Baum quer durch den Wald, durch den ich dann komplett durch mußte. Solches Glück habe ich übrigens oft. Soll ja bekanntlich Glück bringen.


Der Weg ist also nicht wirklich zu empfehlen, zumindestens nicht, wenn es zuvor geregnet hat, wobei die Feuchtigkeit in Schattigen Wäldern ohnehin dauerhaft ist.

Ich empfehle daher auf den zuvor genannten drei Wegen wieder zurückzugehen, obwohl ich eigentlich kein Freund von „zurückgehen“ bin.

Wir gehen zurück zu der Kreuzung wo es links zur Lippischen Velmerstot geht und gehen nun den bisher noch nicht gegangenen Weg, nämlich geradeaus hinab. Hier geht es am besten zunächst nach rechts und können in den alten Steinbruch schauen. Wie weit man diesen Weg gehen möchte, soll einem selbst überlassen sein. Auf jeden Fall geht es wieder zurück und dann geradeaus.

Links ist ein großer Felsen, wo sich die ehemaligen Steinbruchmitarbeiter verewigt haben.

Nun geht es einen Waldweg entlang durch Wälder und Wiesen.

Hier geht es nun erst mal bergab und man kann nichts verkehrt machen. Dann kommt zweimal kurz hintereinander ein Weg von rechts, die wir ignorieren.

Anschließend kommt eine Kreuzung und hier kann man sich entscheiden – was natürlich von den eigenen verbleibenden Resourcen abhängt. Entweder man geht links hinauf. Hier hätte man die Chance noch die „Steinmühle“ zu sehen.  Die Kreisförmige Anordnung von kleinen Findlingen. Da der Weg allerdings relativ unscheinbar links abgeht muß man schon ziemlich aufpassen. Vom Wege einsehbar ist der Kreis jedenfalls nicht. Den Weg kann man dann anschließend weitergehen und dann kommt man auf einem Weg oberhalb der Silbermühle wieder heraus. Hier geht es dann rechts und später links herunter zurück zum Parkplatz.

Wer diesen Umweg nicht machen möchte, kann natürlich auch geradeaus gehen. Hier geht es dann hinab und an einer Weggabelung scharf links wieder hinauf.

Dann geht es später rechts hinunter und dann ist man wieder beim Silberbach. Je nachdem wo man geparkt hat muß man nach rechts zum kostenlosen Parkplatz oder nach links zur Silbermühle, wo man ggf. auch einkehren kann.

Damit hat man das Velmerstot gesehen und kann stolz sagen: Ja, hier ist es am schönsten… Oder?